Geschichte

Im Jahre 1236 wurde «Ruty» - so hiess Oberrüti damals und «Rüti» wird es im Volksmund heute noch genannt - erstmals in einem Schutzbrief des Klosters Engelberg erwähnt. Bereits 1265 stand die erste Kirche in Oberrüti. Am 31. August 1498 trat das Kloster Kappel die Kollatur von Rüti um 100 Gulden Zuger Währung an Ammann, Rat und Burger der Stadt Zug ab. Im Jahre 1830 zog dann der Kanton Aargau die Kollatur um 6‘400 Franken an sich, von wo sie 1906 an die Kirchgemeinde überging. Erst im 19. Jahrhundert wurde der Ort in Oberrüti umbenannt.

Unser Gemeindewappen zeigt ein schwarzes Hirschgeweih auf gelbem Hintergrund mit einem kleeblattartigen «Grind».

Dorflandschaft.jpgOberrüti liegt zwischen der Reuss und dem Lindenberg und hat eine Fläche von 537 ha, wovon ca. 82 ha Wald sind. Das Dorf liegt auf einer Höhe von 416 m über Meer. Im Osten liegt der Kanton Zug (Hünenberg), westlich und nördlich Sins und im Süden Dietwil.

Die Beziehungen der Gemeinde sind vor allem in wirtschaftlicher, aber auch in kultureller Hinsicht nach der Innenschweiz, besonders nach dem Kanton Zug, gerichtet. Dies lässt sich mit der früheren Bindung zu Zug und der geografischen Lage begründen. Vielleicht auch darin, dass der grösste Teil der Einwohner aus den Kantonen Zug und Luzern stammt. Die Güter des täglichen Bedarfes können im Volg Laden sowie im Nachbardorf Sins gekauft werden. Ansonsten sind grössere Einkaufszentren in Cham, Zug oder Luzern nahe.

Wer auf der Kantonsstrasse durch Oberrüti fährt, glaubt kaum, dass hier über 1‘500 Menschen leben. Der Bauboom der letzten Jahre ist auch an Oberrüti nicht spurlos vorbeigegangen: Neue Quartiere und Überbauungen wie Sonnenrain, Baumgarten, Gibelbach etc. sind entstanden. Einhergehend mit der Bevölkerungsentwicklung wurde auch die Infrastruktur laufend verbessert. Als letztes Beispiel dafür stehen der Ausbau der Schulräume sowie der Ausbau der Wyden- und Bahnhofstrasse.

Schulhaus.JPGAn der Schule in Oberrüti kann der Kindergarten und die Primarschule besucht werden. Die Oberstufe sowie die Einführungsklasse (EK) befinden sich in Sins. Ins Nachbardorf führt parallel zur bestehenden Kantonsstrasse ein Radweg für die Schüler.

Oberrüti ist eine Gemeinde mit hohem Freizeitwert. Dem Vereinsleben kommt grosse Bedeutung zu. Um die 15 Vereine bieten eine breite Palette an Freizeitmöglichkeiten an.

Ein Grossteil der auswärts arbeitenden Bevölkerung ist in Zug oder Luzern tätig. Im Dorf selber bestehen vor allem kleinere und mittlere Gewerbebetriebe. Rund 300 Personen sind in den Oberrüter Betrieben beschäftigt. Auch einige Bauernhöfe sind ausserhalb des Dorfes anzutreffen.

Die Ortsbürgergemeinde besitzt ausgedehnte Waldungen sowie ein Mehrfamilienhaus und eine Forsthütte. Zurzeit leben etwa 60 stimmberechtigte Ortsbürger/innen in unserem Dorf. Die Ortsbürgerschaft beschränkt sich auf einige wenige Familien.